Mit einer „Dau“ von Pemba nach Ibo
Am 18. Juni gegen 10 Uhr abends bestiegen die vier in Pemba eine sogenannte Dau, ein traditionelles Holzsegelboot, wie es seit hunderten von Jahren unverändert an der ostafrikanischen Küste verwendet wurde und wird. Den Preis für die bei gutem Wind geschätzten 12 Stunden Fahrt zur Insel Ibo im „Arquipelago das Quirimbas“ im Indischen Ozean konnten sie mit Hilfe ihrer vereinten Portugiesisch- und Swahilikenntnisse auf knappe 5 Euro pro Person herunterhandeln. In Schlafsäcke und Decken gewickelt warteten sie dann gemeinsam mit der Crew und ein paar anderen Passagieren auf die Flut. Um Mitternacht war es endlich so weit. Während Guilherme und Graham sich dank mangelnder Swahilikenntnisse guten Gewissens schlafend stellen konnten, fühlten sich Joschka und Sam bald genötigt, beim Vom-Strand-Schieben des etwa 10m langen Segelbootes behilflich zu sein. Trotzdem ging es nicht vorran. Schließlich tat man sich mit Leuten zweier anderer Daus zusammen und konnte so ein Boot nach dem anderen in die Tide drücken. Etwa hundert Meter vom Ufer entfernt dümpelten die Boote noch bis 3 Uhr morgens faul herum, bis dann mit dem abfließenden Wasser und je einem gesetzten beinahe-dreiecks Segel Fahrt gen Norden aufgenommen werden konnte. Im Morgengrauen wurde Joschka seekrank und fütterte ersteinmal die Fische, was auch einige
Delfine anlockte, die es leider nicht wagten, näher heran zu kommen. Eine Deckhand entfachte einen kleinen Holzkohlegrill und schon bald köchelte das Teewasser fröhlich vor sich hin, da wurde Samuel von einem anderen körperlichen Bedürftnis in Zugzwang gebracht: dem Stoffwechsel. Beim ersten Versuch, sich mit dem Hintern zu erst über die Reling zu hängen, gab das Seil, an dem er sich festhielt, Stück für Stück nach, so dass er schon in den Wellen saß, als zwei Helfer ihn wieder an Bord hieften. Beim zweiten Mal wurde alles besser geplant. Zwei Bambus-Stakstangen wurden als Stützen und Griffe in die Rehling gestellt, so dass er auf beiden Seiten komfortabel Halt finden und sich endlich – unter den Blicken der amüsierten Mitreisenden – erleichtern konnte. Nach einigen Tassen Schwarztee mit schwarzem Pfeffer, unzähligen „portugiesischen“ Brötchen, einigen Stopps an anderen Inseln des Archipels und traumhaft schönen Küstenstreifen und Mangrovenwäldern erschien nach 15 Stunden auf dem Wasser endlich das weiß getünchte „Fortareza“ Ibos am Horizont... Eine neue Heimat war gefunden – zumindest für eine Woche.
Hier geht es zu den Bildern von der Dhow Fahrt
Delfine anlockte, die es leider nicht wagten, näher heran zu kommen. Eine Deckhand entfachte einen kleinen Holzkohlegrill und schon bald köchelte das Teewasser fröhlich vor sich hin, da wurde Samuel von einem anderen körperlichen Bedürftnis in Zugzwang gebracht: dem Stoffwechsel. Beim ersten Versuch, sich mit dem Hintern zu erst über die Reling zu hängen, gab das Seil, an dem er sich festhielt, Stück für Stück nach, so dass er schon in den Wellen saß, als zwei Helfer ihn wieder an Bord hieften. Beim zweiten Mal wurde alles besser geplant. Zwei Bambus-Stakstangen wurden als Stützen und Griffe in die Rehling gestellt, so dass er auf beiden Seiten komfortabel Halt finden und sich endlich – unter den Blicken der amüsierten Mitreisenden – erleichtern konnte. Nach einigen Tassen Schwarztee mit schwarzem Pfeffer, unzähligen „portugiesischen“ Brötchen, einigen Stopps an anderen Inseln des Archipels und traumhaft schönen Küstenstreifen und Mangrovenwäldern erschien nach 15 Stunden auf dem Wasser endlich das weiß getünchte „Fortareza“ Ibos am Horizont... Eine neue Heimat war gefunden – zumindest für eine Woche.
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