Die etwa 4 mal 6 km kleine Insel Ibo im indischen Ozean wurde zu dem Ort, an dem die Reisenden während des gesamten Trips die längste Zeit am Stück verbringen sollten, hatte Guilherme doch vorher nach mindestens zwei Nächten am gleichen Ort stets verkündet: „I feel like moving!“
Ursprünglich hatten Guilherme, Graham, Joschka und Samuel geplant, mit einer Dau, die Waren nach Mtwara in Tansania geladen haben würde, direkt von Ibo nach Tansania zu fahren. Auf dem Landweg ist Warentransport zwischen dem in der Ostafrikanischen Union (Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania) eingebundenn Tansania und dem sehr Südafrikanisch geprägten Mosambik kaum möglich, da nicht einmal eine Brücke über den Grenzfluß Ruvuma existiert. Leider erfuhren sie am Tag der geplanten Abfahrt von einer mindestens eintägigen Verzögerung bei der Abfahrt, so entschieden sich drei von ihnen aus Zeitgründen für den umständlichen Landweg. Graham wollte noch etwas auf Ibo bleiben um Portugiesisch zu lernen.
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24.06.09 Ibo, Mosambik
Zwischen zwei Blaus, grüner Gleis
Viertausend Leben nach Ebbe und Flut
Fischklischees und traumes Lieder
Von sechs bis sechzehn Sonnenglut
Und immer wieder
Bezeugen vier Pfeiler die Kolonie
Dreckiges, verwittertes Weiß
Heute des Franzosen Sodomie
Zwischen zwei Blaus, grüner Gleis
Viertausend Leben nach Ebbe und Flut
Fischklischees und traumes Lieder
Von sechs bis sechzehn Sonnenglut
Und immer wieder
Bezeugen vier Pfeiler die Kolonie
Dreckiges, verwittertes Weiß
Heute des Franzosen Sodomie
Da der Untergrund der Insel hauptsächlich aus Sand und Korallenstein besteht, kann kaum etwas kulinarisch verwertbares angebaut werden. Die Dorfbewohner leben vom Fischfang und vom Tourismus. So zieht neben der natürlichen Vielfallt des Quirimba-Nationalpark auch das historische Erbe einige Touristen nach Ibo (im Vergleich zu Unguja (Sansibar) sind es sehr wenige). Den Mangel an frischem Obst und Gemüse konnten die Reisenden durch den Genuss von frischen und günstigen Meeresfrüchten kompensieren: Neben einem 18-kilo Garopa (in Form von Grillfisch, fritiertem Fisch und Fischsuppe) landeten auch Kalamari, Krabben in der Größe von Frisbees und arabische Dosentomaten in ihren Kochtöpfen – alles für den Pauschalpreis von einem knappen US-Dollar pro Kilo. Zwischendurch hielt sie der „Fressmarkt“ am Leben, auf dem Frauen und Kinder selbst gemachte Leckereien feil boten. Ihre Zeit vertrieben sie mit Durchfall, Schwimmgängen, Watt- und Mangrovenwanderungen sowie Tauch- bzw. Schnorchelausflügen zu den bezaubernden Korallenriffs des Archipels. Dabei lernten sie auch Hans kennen, einen Deutschen Alt-Kolonialisten, der auf der Nachbarinsel Quirimba eine Kokosnussplantage leitet. Ein Highlight stellte der Inselfeiertag am 24. Juni dar, bei dem mehrere Ereignisse für Aufregung sorgten. Schon an den Tagen vor dem Jubiläum wurde mit verschiedenen Aktionen für Partystimmung gesorgt, etwa mit einem Inselmarathon, dem (außer den etwa 15 LäuferInnen) niemand Aufmerksamkeit schenkte und zwei kostenpflichtigen Diskotheken, wobei am Abend des 23.Juni um etwa 21:00 Uhr, gerade als die Stimmung der Tänzer den Höhepunkt erreichte und genau eine Minute nachdem unsere Helden ihren Eintritt bezahlt hatten, plötzlich die Boxen zusammenbrachen und alle enttäuscht nach Hause oder zur anderen Disko gingen. Auffällig waren hierbei auch die Tanz-Skills der pre- und
intrapubertären Bevölkerung Ibos. So könnte es das durchschnittliche siebenjährige Inselkind mit jedem professionellen deutschen Tänzer in einem Battle locker aufnehmen. Nun, auf so einer Insel gibt es auch nicht so viel andere Ablenkung, so dass Frau meistens mit 13 oder 14 heiratet um danach eifrig neue Tanzgrößen in die Welt zu setzen. Am Feiertag selbst gab es tagsüber eine öffentliche Veranstaltung mit traditionellen Tänzen, Reden und Musik. Die Ehrengäste, ein wichtiger Politiker und einige Bürgerkriegsveteranen (Frelimo) durch AK47 bewacht wurden. Außerdem hielt Joschka und Samuel das Daurennen und Pasqual, ein neuer Gast unserer Campside, auf Trapp. Pasqual, ein rotnäßiger Franzose in den Wechseljahren, erinnerte durch sein Aussehen und seiner schleimigen Art an den französischen Kommisar schlechthin. Sein Mundwerk war nie ununterbrochen am arbeiten, was wegen seines französischen Akzents zuerst belustigte, doch schon bald nervte. Durch sein Verhalten hatte er in mehreren Reisenden unabhängig voneinander den Verdacht erweckt, ein pädophiler Sextourist zu sein. Joschka und Samuel fotografierten und filmten ihn daraufhin detektivisch und blieben als Abschreckung in Sichtweite, als Pasqual mit einigen etwa zehnjährigen Jungs schwimmen ging, die er zuvor mit Süßigkeiten angefüttert hatte. Bei der abendlichen feuchtfröhlichen Inseldisko, bei der Samuel begeistert über das San Joan-Feuer sprang und neben den beiden Diskos auch Bollywood auf Großleinwand geboten wurde, erwies sich Pasqual aber als Retter in der Not, da er den vollkommen besoffenen Kanadier Graham zu dessen Zelt trug und ihm sogar fürsorglich die Hose auszog.Ursprünglich hatten Guilherme, Graham, Joschka und Samuel geplant, mit einer Dau, die Waren nach Mtwara in Tansania geladen haben würde, direkt von Ibo nach Tansania zu fahren. Auf dem Landweg ist Warentransport zwischen dem in der Ostafrikanischen Union (Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania) eingebundenn Tansania und dem sehr Südafrikanisch geprägten Mosambik kaum möglich, da nicht einmal eine Brücke über den Grenzfluß Ruvuma existiert. Leider erfuhren sie am Tag der geplanten Abfahrt von einer mindestens eintägigen Verzögerung bei der Abfahrt, so entschieden sich drei von ihnen aus Zeitgründen für den umständlichen Landweg. Graham wollte noch etwas auf Ibo bleiben um Portugiesisch zu lernen.
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