Freitag, 24. Juli 2009

“Flucht“ zur Ihla du Mocambique


Von Nampula über Ihla du Mosambique nach Pemba

Das Krankenhaus von Ihla du Mocambique

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker abermals früh. 66,6 % der Reisegruppe (Todd und Eva fuhren nach Pemba) machten sich auf in Richtung Ihla du Mocambique. Die kleine Stadt und Insel liegt vor der Küste Mosambiks und ist Namensgeber des Landes sowie seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe. Die Insel ist über eine schmale Brücke mit dem Festland verbunden. Neben vielen alten Kolonialgebäuden (Hafen, Gericht und Krankenhaus) ist ein altes Fort, eines der Highlights der Insel. Die Mitte der Insel liegt etwas tiefer als die Straßen drumheurm. Das liegt daran, dass zum Bau des Forts viele Steine benötigt wurden, welchen von den Sklaven aus der Mitte der Insel geschlagen wurden.Doch bevor unsere Recken dies genießen konnten, mussten sie Nampula verlassen. Dies geschah wieder einmal nicht ohne Vorkommnisse. Auf dem Weg zum Busstandi passierten sie den Bahnhof. Auf der anderen Straßenseite war eine kleine städtische Polizeieinheit (6-8 Polizisten) dabei die Papiere der Markthändler zu kontrollieren. Händler ohne Papiere wurden mit aufs Revier genommen. Dieser Vorgang erzürnte jedoch die anderen Händler und die lokale Bevölkerung. So sah sich die Polizei einem wütendem Mob gegenüber, welcher versuchte die verhafteten Händler vom Polizei-LKW zu ziehen. Die Polizisten setzten ihre Knüppel ein und entkamen letztendlich dem Steine werfenden Mob. Ein Einheimischer in unserer Nähe erklärte uns dass so Etwas häufiger vorkäme. Am Busstandi angekommen, checkten die Gruppe im “Suaheli Coaster“ zur Ihla de Mocambique ein. Samuel und Joschka waren sehr erfreut, dass die Besatzung des Coasters, Kisuaheli sprach. Sie genossen es sehr die ersten “Mambo’s“ und “Poa’s“ nach knapp 2 Wochen auszutauschen. Während der Fahrt gab es mehrere Polizeikontrollen, wo die “Wazungu“ auch jedes Mal ihre Pässe vorzeigen durften. In Ihla de Mosambik angekommen, schlugen die Vier ihr Quartier vor der Brücke in einem kleinen etwas überteurtem von einer älteren Gold Diggerin geleitetem Campingplatz mit Guesthouse auf. Beim abendlichen Spaziergang am Strand geschah noch ein Unglück der besonderen Art. Während Guilherme mit den Kindern des naheliegenden Fischerdorfs tanzte, trat Joschka auf eine der am Strand vergrabenen Landminen. In weiten Küstenteilen Mosambiks spart sich die lokale Bevölkerung die Kosten für eine Toillete und erledigt ihr Geschäft bei Ebbe am Strand. So ist es nicht unnormal viele Leute mit einer Schaufel am Strand Löcher graben zu sehen. Die Flut übernimmt dann die Aufgabe der Spülung und reiningt den Strand. Folgende Strandspaziergänge fielen nach dieser Erfahrung aus. Am darauffolgenden Tag wurde die Insel zu Fuß besichtigt. In der Nacht danach mussten die 4er Bande mal wieder früh
aufstehen. Um 3 Uhr in der Frühe klingelte der Wecker um mit dem gechaterten Choppa zu einer Kreuzung zu fahren, wo um 6 der Bus in Richtung Pemba abfuhr. Pemba ist eine etwas größere Stadt im Nordwesten Mocambiques. Es liegt direkt an der Küste auf einer kleinen Landzunge. Traumhafte Strände sowie ein kleiner Flughafen machen Pemba zu einem bequemen Reiseziel.

Bilder von Ihla de Mosambik, hier:

Bilder von Pemba, hier:

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