Von Monkey Bay, über Cape Mc Clare und Mangochi, nach Cuamba, Mosambik
Nach dem Verlassen des Schiffes wechselten die beiden Helden in Monkey Bay wiedermals Geld. Dieses Mal jedoch zu einem annehmlichen Kurs. Das nächste Ziel lautete Cape Mc Clare. Auf der Ladefläche des Transporters trafen Sie Graham und Guilherme wieder. Während der normalen Wartezeit gesellten sich einige malawische Schmuckhändler zu den Reisenden, welche ihren Chic loswerden wollten. Ketten, Bilder, Postkarten und Ringe im afrikanischen Style wurden preisgeboten. Um den Preis zu drücken erklärte ihnen Joschka, dass es denselben Schmuck in Tansania für ein Viertel des Preises gäbe. Daraufhin fühlten sich die Händler etwas in Ihrer Ehre gekränkt und erklärten, dass man Malawi und Tansania nicht vergleichen könnte, auch nicht was Kunstpreise angeht. Ihre Formel lautete “different culture, different prices!“. Das Argument, dass Joschka den Schmuck dann lieber für kleines Geld kaufen würde, zog und die Händler verschwanden und der “Choppa“ fuhr los. In Cape Mc Clare angekommen erkundeten die Reisenden erstmal ihre Umgebung und die Essensmöglichkeiten.Guilherme tat einen sympathischen Herrn auf, der anbot für die Abenteurer zu kochen. Das vielversprechende Speiseangebot mit frischen Fisch, Reis, Maisbrei (Sima bzw. Ugali) und Hühnchen sowie das nette Ambiente bei einer “echten afrikanischen Familie“ würden den etwas überteuerten Preis schon rechtfertigen, so wurde zugesagt. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang begaben sich die Hungrigen in die Behausung des Wirtes. Das Essen führte zu einer leichten Enttäuschung und rechtfertigte den Preis nicht. Das Hähnchen entpuppte sich letztendlich als Ente und war noch das Beste am ganzen Essen. Der Fisch war klein und halbverkohlt und der Reis genauso trocken wie der Sima. Das intressanteste war neben den Ratten, die dauerhaft an der Decke zu bewundern waren, die Thesen unseres Gastgebers. So erklärte er der staunenden Menge, dass er jeden Monat zweimal Malaria hätte. Die weitverbreitete Meinung, dass man Malaria durch Mückenstiche bekommt, entlarfte er als Lüge. Seine ärztliche Ursachenforschung ergab dass die Malaria vom Wind abhängig ist. Wenn es stark windet, bekommen die Leute Fieber und nehmen Anti-Malaria Mittel (Coartem...). Bei keinem oder weniger starkem Wind hingegen, ist alles in Ordnung. Auf die Aussage, dass im Rest Afrikas die Ursache für Malaria ein Mückenstich sei, entgegnete er “different country, different culture – you can’t compare!“ Danach steckten die Diskussionswütigen ihre Waffen ein und gaben auf.
12.06., im Bus zwischen Monkey Bay und Mangochi
Ein alter Mann geht auf Reisen
Im Baobabwald
Die Tochter geleitet ihn, gibt ihm Halt
Trägt einen Holzstuhl für den Greisen
So sitzt er – sie steht
Und wartet mit dem schwachen,weisen
Während die Sonne durch’s blaue geht
Dann kommt der Bus (mit uns, den Weißen)
Behutsam hilft sie ihm hinein
Nimmt den Stuhl und geht: aufrecht, zart und klein
Ein alter Mann geht auf Reisen
Im Baobabwald
Die Tochter geleitet ihn, gibt ihm Halt
Trägt einen Holzstuhl für den Greisen
So sitzt er – sie steht
Und wartet mit dem schwachen,weisen
Während die Sonne durch’s blaue geht
Dann kommt der Bus (mit uns, den Weißen)
Behutsam hilft sie ihm hinein
Nimmt den Stuhl und geht: aufrecht, zart und klein
Am nächsten Morgen ging in es in aller Herrgottsfrühe mit einem Minibus weiter nach Mangochi, der letzten Stadt vor der Grenze zu Mosambik. Nach einem zünftigem Frühstück (Hähnchen mit Chipsi, aus einem der beeindruckenden Barbeque- Tische mit eingelassenem Wok) ging es auf der Ladefläche eines Transporters weiter in Richtung Grenze, wo sie den Todd-Man und Eva kennenlernten. Todd kommt aus Texas und entspricht auf dem ersten Blick (und vielleicht auch den 2. und 3.) dem Bild eines Prototyp Amerikaner. Er arbeitete eine Zeit lang im Irak, allerdings nicht als Soldat, sondern als Lieferant für Munition und Waffen, im Kampf der Allianz gegen die Achse des Bösen. Cowboy Todd lebte auch eine Zeit lang in Skandinavien und die letzten Jahre studierte er in Spanien, wo er sein Herzblatt Eva bzw. “Ebaah“ gefunden hat. Im weiteren Verlauf der Reise sah sich Todd-Mam allerlei Fragen zur amerikanischen Kultur und Georg W. Bush und warum in Amerika Fußball so unpopülär sei, ausgesetzt. In seiner ihm eigenen Art entgegnete er zum Thema Bush “I’ve voted him for the first and the second time and I even tried it the third time!“. Er selbst mag Fußball sehr gerne, die mangelnde Beliebheit in seinem Mutterland erklärte erfolgendermaßen: “A lot of children play soccer in Amerika. But, you know, there is a point in life where you have to decide if you want to be man and then you start to play american football!“.
Am malawischen Grenzposten angekommen, stempelte die multikulturelle Reisegruppe problemlos aus. Danach sattelten sie um aufs Fahhrad, um.die 3 km Kilometer zum mosambikanischen Grenzposten und von dort weitere 8 km zum nächsten Dorf mit Bushaltestelle zurückzulegen. Ein anderes Transportmittel als dem Fahhrad gibt es im Niemandsland zwischen diesen Ländern nicht. Die Auswahl der Fahrradfahrer glich einem Oligopol, so dass der Preis für die Strecke auf günstige 50 Malawi Kwacha (0,50 €) purzelte. Ungemütlich aber zweckmäßig reiteten Cowboy Todd und Co auf dem Rücken der drahtigen Rösser in Richtung Mosambik. Am mosambikischem Grenzposten angekommen, wurden in aller Ruhe nacheinander alle Visa ausgestellt. Danach sollte der Ritt fortgesetzt werden, doch die Pferde streikten. So verlangten die Fahrradfahrer statt der ausgemachten 50 Malawi Kwacha auf einmal 50 Mosambikische Meticas(1,32 €). Bei der folgenden Diskussion ging es nicht um die Differenz von einem 1 €, sondern um die hinterhältige und betrügerische Art und Weise der Fahrradfahrer.Guilherme genoß es sichtlich wieder Portugiesisch sprechen zu können und diskutierte sehr engagiert. Geholfen hatte es erst nichts. Doch das Blatt wendete sich als sich ein Pick-Up vorbeikam und Guilherme dem Fahrer unsere missliche Situation erklärte. Der Fahrer bot den Betrogenen an, Sie umsonst mit ins nächste Dorf zu nehmen. Eine Minute später saß der Reisetrupp auf der Ladefläche des Pick-up’s und freute sich, dem hinterhältigen Geschäftsgebahren der Fahrradmafia entkommen zu sein. Diese regten sich natürlich auf und forderten nun für die schon zurückgelegten 3 km 200 Malawi Kwacha. Dies wäre der normale Preis und jeder Kunde müsste zahlen. Die Reisegruppe stimmte dem entnervt zu und jeder gab seinem Fahrer 200 Malawi Kwacha. Jeder? Nein, Joschka zahlte die Zeche für seine andauernde Verwirrtheit im Umgang mit Malawischen Kwachas. Statt 4 x 50 er Scheine gab er seinem Fahrer 4 x 500 er Scheine. Umgerechnet entspricht das ca. 20 €. Für den Rest der Fahrt war ihm der Spott seiner Wegbgleiter sicher.
Im nächsten Dorf angekommen warteten auch schon zwei Minibusse auf ihre Fahrgäste. Beide Konduktoren der Minibusse waren sehr bemüht die ankommenden Gäste in ihr Gefährt zu locken. Die Reisegruppe entschied sich für das Vehicle des nüchternen Conductors. Dies erwies sich als Fehler, denn 23 km später hatte das Vehicle die erste Reifenpanne. Der Ersatzreifen wurde zu Gunstem von zusätzlichem Gepäckstauraum zu Hause gelassen, so wurde der kaputte Reifen abmontiert und zur Werkstatt gerollt. Die ungeplante Pause nutzen die Reisenden zum Fußballspielen mit den Dorfkids, dem Kartenspielen und dem Trinken von Sodas. Nach 3 ½ Stunden Wartezeit ging es weiter. Doch der geflickte Reifen hielt nicht allzu lange. Ca. 10 km weiter platzte er erneut. Das nächste kleine Dorf wurde auf der Felge erreicht. Eine erneute Reperatur war dieses Mal unmöglich. So mussten unsere Helden in der “Wildnis“ übernachten. Für die “Luxuscamper“ war dies keine große Herausforderung, denn sie hatten ja ihre Zelt dabei. So bauten Todd und Eva sowie Guilherme und Graham ihre 2-Mann Behausungen auf und murmelten sich in ihre Schlafsäcke. Die beiden deutschen Eichen gesellten sich, zu den afrikanischen Mitfahrern in die Markthalle, auf die Bambusverkaufsstände. Diese hatten zwei entscheidende Nachteile. Nachteil Nummer 1 war das es auf den 40 cm hohen Verkaufständen einfach nicht warm wurde und Nachteil Nummer 2 war, dass sobald sich irgendjemand auf den Verkaufstständen bewegte, sich alle Bambusstäbe mit bewegten, was zur Folge hatte, dass man die Spitzen der Bambusstäbe jedesmal aufs Neue kennenlernte. Nach einer sehr kurzen und grausamen Nacht erwachten Samuel und Joschka. Während die Anderen noch schliefen zählten sie ihre Prellungen, machten etwas Morgengymnastik und erfrischten sich am lokalen Brunnen, mit warmen Brunnenwasser. Kurz darauf, hielt ein vorbeifahrender Pick-Up an und brachte die 6er Gruppe nach Cuamba.
Bilder von Cape Mc Clare, hier
Bilder von Mangochi und der Fahrt nach Cuamba, hier
Am malawischen Grenzposten angekommen, stempelte die multikulturelle Reisegruppe problemlos aus. Danach sattelten sie um aufs Fahhrad, um.die 3 km Kilometer zum mosambikanischen Grenzposten und von dort weitere 8 km zum nächsten Dorf mit Bushaltestelle zurückzulegen. Ein anderes Transportmittel als dem Fahhrad gibt es im Niemandsland zwischen diesen Ländern nicht. Die Auswahl der Fahrradfahrer glich einem Oligopol, so dass der Preis für die Strecke auf günstige 50 Malawi Kwacha (0,50 €) purzelte. Ungemütlich aber zweckmäßig reiteten Cowboy Todd und Co auf dem Rücken der drahtigen Rösser in Richtung Mosambik. Am mosambikischem Grenzposten angekommen, wurden in aller Ruhe nacheinander alle Visa ausgestellt. Danach sollte der Ritt fortgesetzt werden, doch die Pferde streikten. So verlangten die Fahrradfahrer statt der ausgemachten 50 Malawi Kwacha auf einmal 50 Mosambikische Meticas(1,32 €). Bei der folgenden Diskussion ging es nicht um die Differenz von einem 1 €, sondern um die hinterhältige und betrügerische Art und Weise der Fahrradfahrer.Guilherme genoß es sichtlich wieder Portugiesisch sprechen zu können und diskutierte sehr engagiert. Geholfen hatte es erst nichts. Doch das Blatt wendete sich als sich ein Pick-Up vorbeikam und Guilherme dem Fahrer unsere missliche Situation erklärte. Der Fahrer bot den Betrogenen an, Sie umsonst mit ins nächste Dorf zu nehmen. Eine Minute später saß der Reisetrupp auf der Ladefläche des Pick-up’s und freute sich, dem hinterhältigen Geschäftsgebahren der Fahrradmafia entkommen zu sein. Diese regten sich natürlich auf und forderten nun für die schon zurückgelegten 3 km 200 Malawi Kwacha. Dies wäre der normale Preis und jeder Kunde müsste zahlen. Die Reisegruppe stimmte dem entnervt zu und jeder gab seinem Fahrer 200 Malawi Kwacha. Jeder? Nein, Joschka zahlte die Zeche für seine andauernde Verwirrtheit im Umgang mit Malawischen Kwachas. Statt 4 x 50 er Scheine gab er seinem Fahrer 4 x 500 er Scheine. Umgerechnet entspricht das ca. 20 €. Für den Rest der Fahrt war ihm der Spott seiner Wegbgleiter sicher.
Im nächsten Dorf angekommen warteten auch schon zwei Minibusse auf ihre Fahrgäste. Beide Konduktoren der Minibusse waren sehr bemüht die ankommenden Gäste in ihr Gefährt zu locken. Die Reisegruppe entschied sich für das Vehicle des nüchternen Conductors. Dies erwies sich als Fehler, denn 23 km später hatte das Vehicle die erste Reifenpanne. Der Ersatzreifen wurde zu Gunstem von zusätzlichem Gepäckstauraum zu Hause gelassen, so wurde der kaputte Reifen abmontiert und zur Werkstatt gerollt. Die ungeplante Pause nutzen die Reisenden zum Fußballspielen mit den Dorfkids, dem Kartenspielen und dem Trinken von Sodas. Nach 3 ½ Stunden Wartezeit ging es weiter. Doch der geflickte Reifen hielt nicht allzu lange. Ca. 10 km weiter platzte er erneut. Das nächste kleine Dorf wurde auf der Felge erreicht. Eine erneute Reperatur war dieses Mal unmöglich. So mussten unsere Helden in der “Wildnis“ übernachten. Für die “Luxuscamper“ war dies keine große Herausforderung, denn sie hatten ja ihre Zelt dabei. So bauten Todd und Eva sowie Guilherme und Graham ihre 2-Mann Behausungen auf und murmelten sich in ihre Schlafsäcke. Die beiden deutschen Eichen gesellten sich, zu den afrikanischen Mitfahrern in die Markthalle, auf die Bambusverkaufsstände. Diese hatten zwei entscheidende Nachteile. Nachteil Nummer 1 war das es auf den 40 cm hohen Verkaufständen einfach nicht warm wurde und Nachteil Nummer 2 war, dass sobald sich irgendjemand auf den Verkaufstständen bewegte, sich alle Bambusstäbe mit bewegten, was zur Folge hatte, dass man die Spitzen der Bambusstäbe jedesmal aufs Neue kennenlernte. Nach einer sehr kurzen und grausamen Nacht erwachten Samuel und Joschka. Während die Anderen noch schliefen zählten sie ihre Prellungen, machten etwas Morgengymnastik und erfrischten sich am lokalen Brunnen, mit warmen Brunnenwasser. Kurz darauf, hielt ein vorbeifahrender Pick-Up an und brachte die 6er Gruppe nach Cuamba.
Bilder von Cape Mc Clare, hier
Bilder von Mangochi und der Fahrt nach Cuamba, hier

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