Samstag, 11. Oktober 2008

Kurzurlaub in Dar es Salam

Aus Bequemlichkeitsgründen verlinke ich zum Bericht Lisa und Manuel! :-) Link

Freitag, 10. Oktober 2008

Sturm auf die Botschaft

Tag der Deutschen Einheit! Wir befinden uns wegen des Bongo Flavour Festivals in Dar es Salam. Von den vorherigen Generationen wissen wir, dass der Botschafter traditionell in seiner Residenz alle Deutschen zum Essen einlädt. Also machen wir uns Abends auf um das Haus des Botschafters zu suchen. Erster Anlaufpunkt die deutsche Botschaft. Dort treffen wir zwar niemanden an, doch dort bekommen wir die Adresse seines Anwesens. Mit dem Taxi geht es quer durch Dar es Salam zum Haus des Botschafters. Doch auch dort ist niemand anzutreffen. Eine Frechheit denken wir uns. 12 Freiwillige stehen am deutschen Nationalfeiertag abends vor dem Haus des Botschafters und es ist keine Party organisiert. Minuten vergehen und ein Alternativplan wird ausgeheckt, als plötzlich der Fahrer des brasilianischen Botschafters auftaucht und uns mitteilt, das der deutsche Botschafter noch im Kempinski Hotel wohnt, weil er erst vor einem Monat seinen Dienst angetreten hat. Mit einem Taxi und dem freundlichen brasilianischen Fahrer machen wir uns auf ins Kempinski Hotel. Mit Flip Flops, kurzer Hose und Hawai Hemd betreten wir die mit Marmor geflieste und von Teichen umgebene Hotelhalle. Bei der Rezeption fragen wir nach, wo wir die Party zum deutschen Nationalfeiertag finden. Freundlich bekommen wir die Auskunft, dass die Party sich auf der Terasse des ersten Stocks befindet. Der Abend scheint gerettet. Mit dem Aufzug gings in den ersten Stock. Die Fahrstuhltür öffnet sich und uns eröffnet sich ein trostloses Bild. Eine leere Terasse mit vielen Deutschlandfahnen geschmückt. War die Party etwa schon vorbei? Hat sie noch gar nicht begonnen? Dies galt es nun herauszufinden. Also gehen wir runter zur Rezeption und versuchen den Botschafter persönlich zu sprechen. Die Rezeption ruft in seinem Zimmer an. Keine Antwort. Die Rezeption gibt uns die Notfallnummer des Botschafters. Wir rufen dort an, da muss er sich ja melden. Falsch gedacht. Es ertönt eine freundliche weibliche Stimme, welche uns mitteilt das unter dieser Nummer kein Anschluss existiert. Etwas planlos sitzen wir in der Hotellobby, als ein Koreaner erscheint und uns aufklärt. Die Party zum deutschen Nationalfeiertag wurde auf Di den 07.10.08 verschoben. Wir fragen uns wer dem Botschafter das Recht gibt die Party zum Nationalfeiertag zu verschieben, schließlich verschiebt man die Party für Sylvester ja auch nicht. Stattdessen dürften die Koreaner ihren Nationalfeiertag im Kempinski feiern. Wir erklärten dem freundlichen Koreaner, dass wir nur für die Nationaltagsfeier in der Stadt seien, was ja nicht so ganz stimmte. Er schien Mitleid mit uns zu haben und lud uns zu ihrer Feier ein. Wir folgten ihm in einen größeren Festsaal und bekamen einen eigenen Stehtisch. Sofort kamen die Kellner auf uns zu und bewirteten uns mit Snacks und Getränken. Leckerer Fisch, vegetarische Sambusas, Schrimps, Hühnchen, Schwein, dazu wirklich leckere Saucen. Als das alles leer war wurde uns sofort neue Verpflegung gebracht. Nach den ersten zwei Bier fielen auch die Hemmungen einen Blick in die edlere Karte zu riskieren. So tranken wir Wein und Whisky auf Kosten der Koreaner. Wir kamen ins Gespräch mit den Koreanern und es wurde gesellig. Einer der Koreaner zeigte uns noch einen Film über das Dynamische Korea, danach klang die Verantstaltung so langsam aus. Wohlgenährt und wohlversorgt verließen wir das Hotel. Ein rundum geiler Nationalfeiertag ging zu Ende. Ein Dankeschön auch die Gastfreundschaft der Koreaner!!!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Safari im Ruaha

Es war eine geile Safari!!! :-) Ein kleine Auswahl der beeindruckenden Bilder gibst hier! :-) Viel Spaß beim Gucken

P.S. Einen ausführlichen Bericht gibst auf der Seite der Münsteraner! Hier

Die Brandschutzübung

Die Sonne scheint, wir unterrichten – ein ganz normaler Morgen. Plötzlich kommt Mr. Wisiku herein (Mädchen für alles an der Uni) und holt uns aus dem Unterricht. Wir sollten wie alle anderen Kollegen auch an der Brandschutzveranstaltung teilnehmen. Auf Nachfrage warum wir vorher nichts davon wussten, bekamen wir die Antwort, dass diese Veranstaltung kurzfristig organisiert wurde und niemand davon wusste. Also gaben wir unseren Schülern Aufgaben und folgten Mr. Wisiku in den Besprechungssaal der Uni.
Dort war das komplette Kollegium versammelt und lauschte dem Vortrag eines großen dicken Feuerwehrmannes aus Dar Es Salaam der eine Totenkopfgürtelschnalle trug. Wir setzten uns und bekamen eine Soda gebracht und beobachteten das Geschehen. Am Ende seines Vortrags angelangt, entdeckte uns der Feuerwehrmann. Dies veranlasste Ihn die komplette Präsentation nochmals auf Englisch - extra für uns - zu halten. In gestochem scharfen Englisch verklickerte er uns die Weisheiten des Feuerwehrhandwerks (“Prevention is before, not after!!!“). Die Information, dass es in Tansania nicht sehr viele Sprinkleranlagen gibt, kam zwar nicht überraschend, doch dass es nur drei sind hat mich doch verwundert. Die elitären Gebäude sind das Kempinski Hotel, das Mövenpick und das Office des Premier Ministers. Nach dem theoretischen Teil und einer kurzen Mittagspause gingen wir zum praktischen Teil der Veranstaltung über. Der begann mit 1. Hilfe Übungen, welche lustig vor dem komplettem Kollegium vorgetragen wurden. Nach den Übungen gingen wir ins nahegelegenen Studentenwohnheim und der Feuerwehrmannlöste zur Veranschaulichung den Feueralarm aus. Die Studenten waren natürlich nicht eingeweiht und kamen etwas verdutzt, aber auf keinen Fall in Panik verfallend die Treppe runter. Nun war es Zeit den Feuerwehrschlauch auszurollen und zu testen, ob er auch funktionierte. Der Feuerwehrmann tat es und spritze eine nicht ungeringe Menge Wasser in die 1. Reihe der Zuhörer im Flur des Wohnheims. Die betroffenen und fast pudelnassen Leute, brachen in herzhaftes Gelächter aus!  Danach wurde die Müllgrube der Uni mit Benzin überschüttet und in Brand gesetzt und jeder Frewillige durfte sich in der Bedienung des Feuerlöschers üben. Ein Riesenspaß! Die ganze Aktion hat neben dem ganzen Spaß auch noch 5000 TSH (umgerechnet ca. 3 € ) für jeden Teilnehmer eingebracht. Getreu dem Motto: “Time is Money!“. Eine tolle Erfahrung, jedoch hoffe ich trotzdem nicht auf einen Brand in der Uni. Beim letzten großen Brand vor mehreren Jahren in Iringa, soll das Feuerwehrauto wohl sehr schnell am Einsatzort gewesen sein. Doch leider hatte es vergessen, sich vorher mit Wasser aufzutanken. Bis es sich am naheliegenden Ruaha Fluß aufgeladen und wieder zurückgekehrt war, stand das halbe Viertel in Flammen und jeder Löschversuch war zwecklos!  Hoffen wir das Beste!