Von Mbeya, Tansania nach Chilumba, Malawi
Die gemeinsame Reise von Joschka und Samuel begann am Freitag, dem 5. Juni 2009 in Mbeya mit einigen „Münsteranderfreunden“ (Eva, Charles und Lukasz), Pizza und einem unfreiwilligen Diskobesuch (die sich weiß in den Nachthimmel reckende Lichtsäule erzwang diesen erbarmungslos).
Am Samstagmorgen ging es dann um 07:00 Uhr mit einem kleinen Bus des Types „Coaster“ los in Richtung Kyela an der malawischen Grenze. Sieben Uhr - das erschien zu diesem Zeitpunkt relativ früh, aber in den folgenden Urlaubstagen würde man ja sicher mal ausschlafen können. Als die beiden die Grenze um die Mittagszeit erreichten, wurde ihnen von vertrauenswürdig erscheinenden jungen Männern ein Geldwechsel zu einem guten Kurs angeboten. Den Kurs hatte Samuel natürlich vorher im Internet nachgeschaut: 10:1 - 1000 Malawi Kwacha für 10.000 Tansania Schillinge. Alles schien stimmig und so wurde, ohne erst Zeit mit unnötigen Feilschereien zu vergeuden, das erste Angebot akzeptiert und 200.000 TSH (etwa 120 €) umgetauscht. Die hilfsbereiten Geldwechsler brachten die beiden Abenteurer anschließend sogar noch auf Fahrradgepäckträgern bis zum tansanischen Grenzposten direkt am Songwe River - natürlich gegen einen kleinen Obolus.
Nachdem sie unbürokratisch ausgestempelt wurden, die Brücke über den Grenzfluss zu Fuß überquert und ihre kostenlosen Touristenvisa für Malawi im Pass hatten, wurde ihnen beim Mittagessen durch ein weiteres Geldwechselangebot der Appetit etwas verdorben: 10:1,4 – verhandelbar. Eine Stunde hatte Reisegruppe Blauäugig durch die verschiedenen Zeitzonen gewonnen - und etwa 40 € Euro beim wechseln verloren. Deprimieren wollten sie sich davon nicht lassen, denn: „Ein bisschen Schwund ist immer.“, und wie Joschka es im Assi-Toni-Stil ausdrückte: „Wir hauen die Kohle raus!“
Die erste Lektion über afrikanische Grenzübergänge: Schwarzmarkt (= reelle) Wechselkurse können offizielle Kurse auch mal übersteigen und: Feilschen, warten, feilschen! Von der Grenze brachte sie ein Sammeltaxi nach Karonga, wo Samuel die Ehre hatte, den ATM der nördlichsten Bank Malawis südlich der Sahara um den Höchstbetrag (etwa 100 €) zu erleichtern. Dann ging es ohne weitere Unterbrechungen mit dem rasenden Minibus durch die Weiten des Malawischen Nordens, begrenzt durch das Blau des Malawisees im Osten und der Nyikaberge im Südwesten. Das bemerkenswerteste am verschlafenen Fischer- und Hafendorf Chilumba ist wohl die echte Dusche im Guest House und die unerschöpfliche Verfügbarkeit von „Chibuku Shake Shake International Beer“ (http://www.bbc.co.uk/dna/h2g2/A965036).
Beim Buchen der teuren Schiffkabine für die Weitereise fiel leider auf, dass das Geld knapp werden könnte und die Protagonisten wurden so in eine Phase der monetären Verwirrung gestürzt, da sie nicht sicher waren, in welchem Kwacha-Kurs sie denn nach der Wechseltragödie rechnen sollten. So fiel die für Sonntag angesetzte Tagestour zur Livingstonia Mission und den Wasserfällen ins Wasser und es wurde stattdessen noch einmal zurück nach Karonga gemacht, um erwähnte Rekordbank ein weiteres mal aufzusuchen. Halb so schlimm: Bei der Rückfahrt durch Malawi über Land würde sich sicherlich ausreichend Gelegenheit bieten, die Mission nachzuholen.
Bilder von Chilumba, hier
Am Samstagmorgen ging es dann um 07:00 Uhr mit einem kleinen Bus des Types „Coaster“ los in Richtung Kyela an der malawischen Grenze. Sieben Uhr - das erschien zu diesem Zeitpunkt relativ früh, aber in den folgenden Urlaubstagen würde man ja sicher mal ausschlafen können. Als die beiden die Grenze um die Mittagszeit erreichten, wurde ihnen von vertrauenswürdig erscheinenden jungen Männern ein Geldwechsel zu einem guten Kurs angeboten. Den Kurs hatte Samuel natürlich vorher im Internet nachgeschaut: 10:1 - 1000 Malawi Kwacha für 10.000 Tansania Schillinge. Alles schien stimmig und so wurde, ohne erst Zeit mit unnötigen Feilschereien zu vergeuden, das erste Angebot akzeptiert und 200.000 TSH (etwa 120 €) umgetauscht. Die hilfsbereiten Geldwechsler brachten die beiden Abenteurer anschließend sogar noch auf Fahrradgepäckträgern bis zum tansanischen Grenzposten direkt am Songwe River - natürlich gegen einen kleinen Obolus.
Nachdem sie unbürokratisch ausgestempelt wurden, die Brücke über den Grenzfluss zu Fuß überquert und ihre kostenlosen Touristenvisa für Malawi im Pass hatten, wurde ihnen beim Mittagessen durch ein weiteres Geldwechselangebot der Appetit etwas verdorben: 10:1,4 – verhandelbar. Eine Stunde hatte Reisegruppe Blauäugig durch die verschiedenen Zeitzonen gewonnen - und etwa 40 € Euro beim wechseln verloren. Deprimieren wollten sie sich davon nicht lassen, denn: „Ein bisschen Schwund ist immer.“, und wie Joschka es im Assi-Toni-Stil ausdrückte: „Wir hauen die Kohle raus!“
Die erste Lektion über afrikanische Grenzübergänge: Schwarzmarkt (= reelle) Wechselkurse können offizielle Kurse auch mal übersteigen und: Feilschen, warten, feilschen! Von der Grenze brachte sie ein Sammeltaxi nach Karonga, wo Samuel die Ehre hatte, den ATM der nördlichsten Bank Malawis südlich der Sahara um den Höchstbetrag (etwa 100 €) zu erleichtern. Dann ging es ohne weitere Unterbrechungen mit dem rasenden Minibus durch die Weiten des Malawischen Nordens, begrenzt durch das Blau des Malawisees im Osten und der Nyikaberge im Südwesten. Das bemerkenswerteste am verschlafenen Fischer- und Hafendorf Chilumba ist wohl die echte Dusche im Guest House und die unerschöpfliche Verfügbarkeit von „Chibuku Shake Shake International Beer“ (http://www.bbc.co.uk/dna/h2g2/A965036).
Beim Buchen der teuren Schiffkabine für die Weitereise fiel leider auf, dass das Geld knapp werden könnte und die Protagonisten wurden so in eine Phase der monetären Verwirrung gestürzt, da sie nicht sicher waren, in welchem Kwacha-Kurs sie denn nach der Wechseltragödie rechnen sollten. So fiel die für Sonntag angesetzte Tagestour zur Livingstonia Mission und den Wasserfällen ins Wasser und es wurde stattdessen noch einmal zurück nach Karonga gemacht, um erwähnte Rekordbank ein weiteres mal aufzusuchen. Halb so schlimm: Bei der Rückfahrt durch Malawi über Land würde sich sicherlich ausreichend Gelegenheit bieten, die Mission nachzuholen.
Bilder von Chilumba, hier
06.06., Chilumba
Es sitzt einer auf dem Steine
Anders und fremd
Ein Jucken am linken Beine
Krabbelndes unterm Hemd
Er schlägt nach Moskitomücken
Denkt an Preise und Betrug
An Landeswissenslücken
Und wer wohl die Wirtin Schlug
Zwischen staubig’ Füßen
Beisst es rot und klein
Für Unachtsamkeit muss man büsen
Sie besitzen diesen Stein
Gedicht von dem durch Ameisen gepiesacktem Samuel
07.06., Chilumba / 08.06., Ilala
Schwarzes Wasser weiße Gischt
Goldgrauer Sand im Neonlicht
Der Würgebaum dämmert
Menschen erwachen belämmert
Putzen Zähne, das Gesicht
Der Glühwurm schiebt sich näher
Nach 10 Stunden (ohne Gewähr)
Laut beschallt im Schlafwarteraum
Ohne Schlaf kommt auch kein Traum
Doch Warten ärgert lang nicht mehr
Vorm Wurm geschluckt auf tiefen Blau
Oh Malawisee, du schöne Frau
Faltenberge und Dörfer fangen
Blicke durch weiß lackierte Stangen
Distanziert zur Armutsschau
Poet Samuel über die Ankunft der Ilala bei Nacht
Es sitzt einer auf dem Steine
Anders und fremd
Ein Jucken am linken Beine
Krabbelndes unterm Hemd
Er schlägt nach Moskitomücken
Denkt an Preise und Betrug
An Landeswissenslücken
Und wer wohl die Wirtin Schlug
Zwischen staubig’ Füßen
Beisst es rot und klein
Für Unachtsamkeit muss man büsen
Sie besitzen diesen Stein
Gedicht von dem durch Ameisen gepiesacktem Samuel
07.06., Chilumba / 08.06., Ilala
Schwarzes Wasser weiße Gischt
Goldgrauer Sand im Neonlicht
Der Würgebaum dämmert
Menschen erwachen belämmert
Putzen Zähne, das Gesicht
Der Glühwurm schiebt sich näher
Nach 10 Stunden (ohne Gewähr)
Laut beschallt im Schlafwarteraum
Ohne Schlaf kommt auch kein Traum
Doch Warten ärgert lang nicht mehr
Vorm Wurm geschluckt auf tiefen Blau
Oh Malawisee, du schöne Frau
Faltenberge und Dörfer fangen
Blicke durch weiß lackierte Stangen
Distanziert zur Armutsschau
Poet Samuel über die Ankunft der Ilala bei Nacht
